Rezension


Östliches Europa nach 1989

Kulturen der Differenz

Seit dem Zusammenbruch der staatssozialistischen Systeme in Europa hat sich in den betroffenen Ländern einiges getan. Dieser Band versammelt wissenschaftliche Aufsätze über das, was seither im östlichen Mitteleuropa passiert ist.

Er ist "transdisziplinär" angelegt und beinhaltet Beiträge von WissenschaftlerInnen aus der Geographie, Komparatistik, Politikwissenschaft, Germanistik und anderen Gebieten. Einer der HerausgeberInnen, Heinz Fassmann, nennt wie viele WissenschaftlerInnen den Wandel der Gesellschaften von der Plan- zur Marktwirtschaft und von der Diktatur zur parlamentarischen Demokratie "Transformation" und erklärt, was Transformationsforschung in der Geographie ist. Die Themen sind jedoch oft sehr speziell und bedienen damit vor allem ein bestimmtes wissenschaftliches Interesse. So geht es beispielsweise um die "Baukultur in der ländlichen Peripherie Estlands" oder um den "Forschungsstand der ungarischen Neoavantgarde zu Beginn des 21. Jahrhunderts". Es finden sich aber auch allgemeinere Themen wie etwa das zur Frage des Einflusses des staatssozialistischen Erbes. Einige Aufsätze sind englischsprachig. So kommen vor allem Osteuropa- und Balkan-Interessierte auf ihre Kosten.


Kulturen der Differenz
Heinz Fassmann (Hrsg.)
Wolfgang Müller-Funk (Hrsg.)
Heidemarie Uhl (Hrsg.)
Kulturen der Differenz
Transformationsprozesse in Zentraleuropa nach 1989. Transdisziplinäre Perspektiven
V&R unipress 2009
422 Seiten, gebunden
EAN 978-3899717143
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